Prof. Drosten schlägt mal wieder Alarm

Einladung zum Austausch: Was bewegt euch, was möchtet ihr mitteilen, was geht euch "durch den Kopf"?
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Tara
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Re: Prof. Drosten schlägt mal wieder Alarm

Beitrag von Tara »

corovide hat geschrieben:
Do 8. Apr 2021, 13:42
Es ist nicht einfach in einer Notaufnahme zu arbeiten oder aif einer Intensivstation. man erfährt Leben und Tot. keine einfache Sache aber wieso ist man überlastet wenn genau dieser berufliche Aspekt eintrifft? Wer das nicht ertragen kann hat (auch wenn das hart klingen mag) den falschen Job. Gerade wenn extreme Not ist wirst du leben und Tot sehen. Das ist echt nicht einfach aber wenn du dir den ARbeitsplatz ausgesucht hast warum jammert man?
"Man" ist nicht überlastet, weil man Tod und Leid erlebt, man ist überlastet, weil die personelle Ausstattung den Aufgaben nicht gerecht wird. Weswegen wohl ist die Verweildauer in Pflegeberufen so kurz? Ein Job fürs Leben ist das nicht.

Mit Jammern hat das nichts zu tun, das ist ein ziemlich despektierlicher Begriff und heißt übersetzt nicht selten: Halt die Klappe. ;)
Wenn du diesen Arbeitsplatz an einem (kath.) Krankenhaus angenommen hast dann schau mal auf dein Arbeitsvertrag. Was sich diese (kath) Einrichtungen heraus nehmen ist wirklich extrem. Aber hat dich jemand gezwungen zu unterschreiben?
Glaubst du ernsthaft, man wüsste nicht um die Tücken dieser Arbeitsverträge? Und doch, es gibt Zwänge. Du musst nicht unterschreiben, klar. Dann landest du nur früher oder später beim Jobcenter und hast noch mehr "Spaß".

So gut wie jeder ist in diesem unserem Lande gezwungen, sich zu verdingen, um die nackte Existenz abzusichern - es sei denn, man hat genügend Kohle in der Hinterhand. Das sind allerdings die wenigsten. Und diese Vielen stehen unter dem Zwang, sich zu prostituieren - sprich, Arbeitskraft, Kreativität und vieles andere zu verkaufen, um etwas zu beißen zu haben und ein Dach über dem Kopf.

Tara
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Re: Prof. Drosten schlägt mal wieder Alarm

Beitrag von Tara »

corovide hat geschrieben:
Fr 9. Apr 2021, 12:31
Wer eine Arbeit ausübt die dazu dient Leben zu retten bzw. zu schützen aber man dabei feststellt das mangelhafte Ausbildung, Material und schräge Arbeitsbedinungen genau das Gegenteil bewirken, sollte die moralische Konsequenz tragen und den Job kündigen bzw. nie so eine Art Job auszuüben.

Nein zu sagen ist wahrlich schwer... (Quelle Blick aus dem Fenster) denn wir sehen doch überall enorm viele Leute die keinen Sinn und Zweck in der Maske sehen, dennoch aber Maske tragen. Nein sagen scheint vielen schwer zu fallen.

Und die nicht nein sagen? Man habe aus Angst aus Dummheit aus dem Befehl heraus dies getan?

Kommt diese Ausrede nicht bekannt vor?
Die Arbeitsbedingungen nicht so, dass jemand direktemang daran stirbt, da Pflegekräfte und Ärzte ihre Bedürfnisse erst einmal zurückstellen.

Und natürlich sagen sie "Nein". Ich schrieb bereits, dass die Verweildauer im Pflegeberuf erschreckend niedrig ist. Das heißt, die Leute steigen aus, sobald sie eine Chance dafür sehen.

Du unterstellst Ausreden, Jammern, Dummheit. Auf die strukturelle Gewalt, die ich erwähnte, gehst du nicht ein und subsummierst das daraus resultierende Verhalten als Unfähigkeit, Nein zu sagen.

Das ist wahrlich sehr diskussionsfördernd. yd

Daher möchte ich dich bitten, dir eine andere Plattform zu suchen, die deinem Stil und deinem Anliegen eher entgegenkommt.

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