Satire Kunst oder Diskriminierungstaktik

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Radk
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Registriert: Do 31. Dez 2020, 14:24

Satire Kunst oder Diskriminierungstaktik

Beitrag von Radk »

Satire ist in der Tat ein wichtiger bestandteil der Kunst. Da werden schon "Schläge" ausgeteilt die heftig sein können. Das ist aus gut so.

Frau Müller die Ehefrau von Herr Wendler hat sich zu Corona und Co schlicht so geäußert das die eine neutrale Meinung dazu habe.

Erstaunlich wie unter dem Deckmantel der Satiere Künstler (die diese Umschreibung nicht mehr verdienen) wie Herr Pocher Frau Müller durch den Dreck zieht. Erstaunlich das Frau Müller Verträge verliert. Warum? Das hat rein nichts mit Satiere zu tun und es hat auch rein nichts mit dem Ansehen eines Unternehmens zu tun.

Bis du nicht der Meinung x oder du bist gar neutral? Dann hat der Satire Künstler das Recht dich runter zu machen und Unternehmen die Option jegliche Verträge mit dir zu kündigen. Klingt wie aus der Propaganda eines zum Glück untergegangenen Reiches ist aber Alltag geworden und das auch noch aus dem Land das sich doch einst von obenstehender propaganda verabschiedet hat mit dem Versprechen "nie mehr".

Ich darf an dieser stelle eingestehen ich bin absolut überzeugt jüdisch und meine Vorfahren als auch ich haben durch obenstehende Propaganda und auch in der zeit danach so einiges Übel erleiden müssen. Selbst kleine Annäherungen an diese "alte Zeit" bringt mich (jetzt total salopp) zum kotzen. Sorry aber das trifft den Nagel auf den Kopf.

Wenn ein Land auf anderen Wegen wieder in alte Verhaltensmuster fällt dann kann mir nur übel werden und man stellt sich sehr wohl die Frage wie weit geht man denn diesmal. Es ist abscheulich anzusehen wie man mit Frau Müller aber auch dem Herr Wendler umgeht unabhängig davon welche Meinung ich nun vertrete. Man traut sich ja nicht mal mehr zu sagen man habe eine neutrale Meinung ohne Angst zu haben das Schicksal von Frau Müller folgen zu müssen.

Man kritisiert sehr das auf vielen friedliebenden Demos Nazis zu sehen gewesen sind. In der tat war das auch so denn diese braunen Gesellen haben die Strategie Trittbrettfahrerei so richtig verstanden. Schnell wird dann alles als Nazis bezeichnet. Modern würde man jetzt sagen "hey gehts noch Leute".

Soziale Netzwerke zensiren was das Zeug hält ... gegen alles was nicht wörtlich ihren Weltbild entspricht. Was ist da noch sozial? Deren Weltbild? Ich habe mit Verlaub und ohne jemand nahe treten zu wollen mein ganz eigenes Weltbild und das ist um ganz persönlich zu sagen echt total jüdisch.

Ist das jetzt wieder so ein Punkt wo ich Zensur erfahre? Kriege ich wie Frau Müller jetzt eine Kündigung?

Und noch härter. Ich habe sogar meine ganz eigene Meinung in Sachen Corona. Klingelt jetzt bald ein Vertreter einer behörde aus Köln oder will man jetzt intensiv meine Bewebungen "beobachten"?

Soe vieles scheint mehr und mehr zu entgleisen. Oder ist das doch alles falsch was ich so denke? Ist das was Frau Müller passiert echt total easy und menschlich toll? Alles ganz im Sinne der Satire....

Kuno
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Registriert: Di 21. Apr 2020, 09:44

Re: Satire Kunst oder Diskriminierungstaktik

Beitrag von Kuno »

Was Frau Müller gesagt hat, habe ich nicht mitgekriegt. Was Pocher gesagt hat, brauche ich nicht mitzukriegen. Den habe ich kennengelernt, wie er zu Harald Schmidt dazugestoßen ist, und habe mir gedacht: Entweder Harald Schmidt, oder einen, der ihn ganz gut nachmachen kann. Aber sowohl den einen als auch den anderen...? Muss doch nicht sein. Ein eher gegensätzlicher Charakter- wie z. B. Manuel Andrack- wäre auf jeden Fall besser gewesen.
Und was Satire ist, kann man z. B. bei Kishon nachlesen (der einzige "hauptberufliche" Satiriker, den ich kenne; ich weiß, dass es auch andere und vielleicht noch bessere gibt bzw. gab).
Pocher würde ich niemals als Satiriker bezeichnen. Selbst Harald Schmidt habe ich- obwohl ich ihn ganz gern mochte- eigentlich immer als das "ewige Talent" empfunden, der darüber hinaus- anders als etwa Loriot- oft sehr unverhohlen auf die "niederen Instinkte" seines Publikums gezielt hat. Da kommt mir auch immer wieder die Äußerung von Loriot in den Sinn, im deutschen Humor würde die Schadenfreude oft eine große Rolle spielen. Auch bei den Akteuren der "Wochenshow" z. B. Ich fand sie immer gut, es war irgendwie gut gemacht, aber es war auch irgendwie eine Art Rückfall. Aber selbst die fand ich immer noch besser als Pocher.

Der Hinweis auf die "mitmarschierenden Nazis" ist natürlich- obwohl faktisch oft richtig- vorgeschoben, ebenso wie das Infektionsschutzgesetz bei der Auflösung von Versammlungen in der Regel vorgeschoben ist.
Demokratie funktioniert eben nur, wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sie auch wirklich wollen und dafür halt auch mal aktiv werden. Da hoffe ich, dass das im neuen Jahr möglichst wieder in die richtige Richtung geht.

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